Bewährte undneue Methoden der biologischen Krebsabwehr
Öffentlicher Vortrag von Dr. Heinz Mastall im Dan Casriel Institut am 09.02.07
Trotz neuer verbesserter Therapieverfahren und Billionenausgaben sinddie Erfolge bei der Heilung vonKrebserkrankungen nicht zufriedenstellend. Durch einebiologische Stärkung der Immunabwehr parallel und ergänzend zu denschulmedizinischen bewährten Methoden kann die Rückfallquote beiKrebserkrankung gesenkt werden und die Lebensqualität der Patienten erheblichverbessert werden.
Dies ging aus den Ausführungenvon Dr. Heinz Mastall hervor, der im Dan Casriel Institut in Hadamar-Oberzeuzheimüber die Bio-Immuntherapie informierte. Er ist stellvertretender Vorsitzenderder Gesellschaft für biologische Krebsabwehr, die ihren Hauptsitz in Heidelberghat und ein Büro in Wiesbaden, wo regelmäßig Info-Abende verbunden mit einer medizinischenBeratung durch Dr. Mastall durchgeführt werden.
Neben den biologischen, inStudien wissenschaftlich überprüften Mitteln, den Krebs zum Stillstand zubringen, hob der Referent auch die Wichtigkeit der körperlichen Aktivierung inForm von täglicher Bewegung hervor, den Wert einer eher mediterranenausgewogenen Ernährung mit Fleisch vonnatürlich aufwachsenden Tieren, und die Bedeutungpsychischer Entlastung und das Wiederfinden voninnerer Gelassenheit.
Ein emotionaler Dauerstress durch unterdrückte Gefühle wie Angst,Trauer und Wut, sowie chronischefamiliäre Spannungen schwächen das Immunsystem. Die Lösung eingefrorenerGefühle im Rahmen von Gesprächen, Selbsthilfegruppen oder in therapeutischerBegleitung setzt Endorphine frei, durch die die Abwehrzellen verstärkt werden.
Es gibt wissenschaftlicheUntersuchungen darüber, dass durch unterstützenden mitmenschlichen Austauschund emotional offene Begegnung mit Menschen körpereigeneWohlfühlstoffe gebildet werden, die eine schmerzstillende, angstlösende und beruhigende Wirkung auf den Organismushaben. Die beste Droge für den Menschen ist der Mensch!
Nach der sogenannten Simonton-Methode lernenBetroffene, mit Hilfe von Entspannungs-undVisualisierungsübungen, heilsame innere Bilder zu entwickeln, sich und ihrenKörper bewusster wahrzunehmen und innere Ressourcen zu entdecken.
Menschen, die von ihrer Krebserkrankung erfahren, sollten auf jedenFall zunächst eine zweite und dritte ärztliche Meinung einholen, sichinformieren und ihren eigenen,individuellen Weg mit der Erkrankung finden. Aus Äußerungen betroffenerMenschen wurde deutlich, dass die Diagnose Krebs bei allem Schweren auch eine Chance sein kann, sein Lebenzu verändern und neue Prioritäten im Leben zu setzen. Der informierteund mündige Patient hat bessere Heilungschancen, so Dr. Mastall.
Info:
Biologische Krebsabwehr, Beratungsstelle Wiesbaden 0611/376198
oder e-mail:
Gfbk-Wiesbaden@biologischekrebsabwehr.de
info@dan-casriel-institut.de
Erwachsen werden in Liebesdingen oder die Kunst, die Liebe zu überleben
Öffentlicher Vortrag von Dr. Peter Jessen im Dan-Casriel-Institut am 15.12.07
Was ist Liebe ? Mit Zitaten berühmter Persönlichkeiten zum Thema Liebe und Partnerschaft beginnt Dr. Peter Jessen seinen Vortrag . Der Arzt und Psychotherapeut, der lange Jahre mit suchtkranken Menschen arbeitete, gelangte zu seiner eigenen Definition von Liebe in einem Meeting der AA: „ Liebe ist – im Gegensatz zum Verliebtsein - kein Gefühl, sondern eine Haltung sich selbst und anderen gegenüber, die mich und andere wachsen lässt.“
In unserem Kulturkreis steht allerdings die süchtige Sehnsucht nach Liebe oder Verliebtsein häufig im Mittelpunkt und weniger die Liebe selbst.
Abhängigkeiten aus Kindertagen bestimmen oft die Erwartungen an den Partner/ die Partnerin. Das was man als Kind entbehrte soll er/sie einem nun endlich geben können.
Uns selbst lieben zu lernen und uns aus den Abhängigkeiten dieser besitzergreifenden Liebe zu befreien ist sehr wichtig.Die Gefahr besteht ansonsten darin, dass wir in der symbiotischen Regression das Bedürfnis nach Verbundenheit und Verstanden werden, einem Grundbedürfnis des Menschen, das in unserer Kultur schon seit Generationen nicht mehr befriedigt wird, süchtig ausleben oder uns in der Autonomie narzisstisch fixieren.
Ebenso nennt er die Eifersucht ein typisches Phänomen unserer auf Besitz, Macht und Egozentrik ausgerichteten Gesellschaft. Sie ist aber auch ein Hinweis darauf, dass in der Partnerschaft etwas Wesentliches fehlt und kann insofern „beziehungsstiftend“ wirken, wenn die Partner sich das gemeinsam anschauen und eine „Beziehungsinventur“ durchführen.
Als hilfreich nennt hier Peter Jessen die Methode der Zweier- gespräche, wobei es darum geht, sich gegenseitig zuzuhören ohne zu bewerten und auch das Familienstellen, mit dessen Hilfe familiäre Verstrickungen sichtbar gemacht werden können.
Info: info@dan-casriel-institut.de
Aussichtslos? Über Selbsttötung
Dr. phil. Mathias Jung am Freitag Abend bei den Hirsenmühlenge-
sprächen im Dan-Casriel-Institut
in Oberzeuzheim
Jährlich sterben in der BRD mehr als 10.000 Menschen durch Selbsttötung, davon 3 mal so häufig Männer als Frauen. Hintergrund ist oft eine psychische Erkrankung wie Depression oder Schizophrenie, aber auch alkohol- und drogenabhängige, sowie durch das Fehlen sozialer Kontakte vereinsamte Menschen sind besonders gefährdet “Ein Suizid ist immer ein Akt der Verzweiflung“, so Mathias Jung „ und muß respektiert werden.“
Für die Familien ist ein Suizid immer eine schwere Belastung. Ein Abschiednehmen ist nicht möglich, das Ereignis ist oft schambesetzt, wird tabuisiert und oft bleiben viele Schuldgefühle, hinzu kommt , dass es so gut wie keine Angebote gibt für eine Nachbetreuung.
Mathias Jung, bekannter Buchautor und Psychotherapeut am Dr. Max-Bruker-Haus in Lahnstein rät genau hinzuschauen, bzw. hinzuhören, wenn es im Bekannten- und Freundeskreis oder in der Familie suizidgefährdete Menschen gibt.
Fast immer gibt es Anzeichen wie sich ein Suizid ankündigen kann. Dr. Mathias Jung spricht hier vom prä-suizidalen Syndrom: 1. Die Menschen erfahren eine Einengung der eigenen Wahrnehmung, sie sehen häufig nur noch sich selbst und ihr Leid und bekommen den sog. „Tunnelblick“, 2. Agressionen gegen sich selbst, selbstverletztendens Verhalten, 3. Phantasien, bei denen sich die Gefährdeten ihren eigenen Tod ausmalen.
Mathias Jung rät dringend solche oder ähnliche Ankündigungen ernst zu nehmen. Das Wichtigste sei mit den Personen über Gespräche in Kontakt zu kommen. Dies kann mit Hilfe einer der mittlerweile zahlreichen Selbsthilfeorganisationen und Beratungsstellen geschehen.
Info: www.dan-casriel-institut.de
Sonntag für den inneren und äußeren Frieden
im Dan-Casriel-Institut (Hirsenmühle) in
Oberzeuzheim Ende April 06
Am Sonntag für den inneren und äußeren Frieden, der seit 2o Jahren regelmäßig im Dan Casriel Institut in Hadamar stattfindet, sprach Dr. Peter Jessen, ehemaliger Leiter der Klinik „Haus Sonnenberg“ für suchtkranke Menschen, zum Thema: Nicht die Droge ist`s, sondern der Mensch. Dr. Jessen, der Bad Herrenalber Tradition verpflichtet und ihrem Begründer Dr. Walther Lechler, bei dem er viele Jahre als Oberarzt tätig war, der aus Krankheitsgründen leider nicht persönlich anwesend sein konnte, betonte, dass der Süchtige und sein Umfeld sich gegenseitig bedingen: Der Süchtige oder der Alkoholiker sind lediglich der Rauch, der zeigt, dass irgendwo ein Feuer brennt. Wir bemühen uns, den Rauch zum Verschwinden zu bringen. Aber jeder Alkoholiker lässt es auf eine penetrante, störend unerträgliche Weise immer wieder neu „ruch- bar“ werden, dass irgendwo bei uns, in unseren Beziehungen, unserem Lebensstil und mit der Art, wie wir mit den normalen Schmerzen des Alltags umgehen, etwas nicht stimmt.
Die Metapher „Alkohol“ steht für unzählbar viele Abhängigkeiten, denen wir uns täglich unterwerfen, um Schmerzen, Konflikten, Unlustgefühlen aus dem Weg zu gehen, um Lebenslügen und Selbssttäuschungen aufrechterhalten zu können. In erschrecken-dem Maß setzen gerade auch junge Menschen Alkohol und Drogen ein, um sich der harten erbarmungslosen (barm=der Mutterschoß) Realität zu entziehen, um den Zustand des Unbehagens, des eigenen Unvermögens, dem Bewußtwerden der eigenen Grenzen und der Defizite und den gewöhnlichen trockenen Anforderungen des Alltags zu entkommen.
Suchtkranke stellen uns durch ihr Verhalten Fragen, die uns peinlich sind. Bei ehrlicher Betrachtung stellen wir fest, dass unsere Form des Süchtigseins sich besser verschleiern lässt, erlaubt ist, uns sogar Anerkennung verschafft wie z.B. Sucht nach Arbeit, Anerkennung, Erlebnissen, Schlankheit, Rachsucht, Ichsucht, Ich-opfere-mich-auf-Sucht, Schlafsucht, Habsucht, Leidenssucht, Putzsucht, Trimm-dich-Sucht, Ich-bin-der-Größte-Sucht, Spielsucht, Kaufsucht usw. Es gibt nichts auf der Welt, was wir nicht missbrauchen können, um uns aus unserer Wirklichkeit heraus-zumogeln, anstatt mit und selbst und dem Nächsten in lebendigem, d.h. immer auch schmerzhaftem Kontakt zu bleiben.
Das Wort „Sucht“ geht auf das alte deutsche Wort „siech“ zurück, das verwandt ist mit dem englischen Begriff „sick“. Es bedeutet krank sein, im Mittelalter auch „von Dämonen ausgesaugt“, innerlich aufgefressen und leer.
Für diesen weitverbreiteten Zustand (Seuche!) bietet das“ Ashram Jesu“, das von dem Leiter Pater Bertram Dickerhof (SJ) und Schwester Nicola Boers vom Institut der Orden (IMS) vorgestellt wurde, eine Alternative. Das "Ashram Jesu" ist eine christliche Lebensschule und konfessionsunabhängig offen für jeden, der bereit ist, sich auf mindestens 10 Tage mit durchgehendem Schweigen, regelmäßige Meditationszeiten, einfache Mahlzeiten und auf eine Konfrontation mit sich selbst einzulassen.
In solchen Tagen der Stille ist Raum und Zeit, sich seiner selbst bewusst zu werden, seinem Unbefriedigtsein hier und jetzt standzuhalten und sich auf den Grund zu kommen. Im achtsamen Umgang mit sich, den anderen, den Dingen und der Umwelt, unter Verzicht auf Bequemlichkeit, Ablenkung, eingefleischte Gewohn-heiten und Fluchtmechanismen wird eingeübt, ganz in der Gegen-wart zu sein und das Leben gerade dann in seiner Fülle und Würde zu erfahren.
Das „Ashram Jesu“ findet jedes Jahr von Mai bis Ende September in der Hirsenmühle in Hadamar- Oberzeuzheim statt. Info: www.ashram-jesu.de oder Tel. 06433 - 947 108.
Die Spende beim diesjährigen Friedenssonntag ging an das Projekt AL-DAR (Das Haus), ein Selbsthilfezentrum für arabische Frauen und ihre Familiena in Berlin. Ganz herzlichen Dank an alle Spender! Es kamen 503.-Euro zusammen.
AL-Dar kümmert sich seit 20 Jahren um Familien mit arabisch-moslemischem Migrationshintergrund, stellt Kontakte her zwischen den Familien und den Schulen, arbeitet mit Kindern und Jugendlichen, die gewalttätig und straffällig geworden sind und ebenso mit solchen, die sich isoliert und an den Rand gedrängt fühlen. Der Verein führt Sprachkurse durch und fördert die Integration, damit die „Migranten“ sich hier in Deutschland „zuhause“ fühlen können.
Mehr Infos unter www.al-dar.de
***Presseartikel des Vortrags vom 12.11.05 (Dr. Jirina Prekop)***
Über Aktive Kinder - Ist AD(H)S ein Konstrukt?
Im Rahmen der "Hirsenmühlen-Gespräche" im Dan-Casriel-Institut in Oberzeuzheim war am Samstagabend Frau Dr. Jirina Prekop zu Gast
Die Psychologin und Autorin zahlreicher Bücher ( Der kleine Tyrann u.a.) berichtet von ihren Erfahrungen mit sogenannten verhaltens- auffälligen Kindern, die an dem Aufmerksamkeits-Defizit-(Hyper- aktivitäts)-Syndrom, kurz AD(H)S, leiden.
In den letzten Jahren hat die Zahl der Kinder mit Konzentrations- schwierigkeiten bis hin zu aggressivem Verhalten drastisch zugenommen. In den Schulen haben 2,5% der Kinder diese offizielle Diagnose , die Zahl der Kinder, die an den typischen Symptomen leiden ist vermutlich noch sehr viel höher. Dr. Jirina Prekop spricht von einer " Welle der unruhigen Kinder".
Die Behandlung mit dem Psychopharmaka "Ritalin" ist längst zur Routine geworden, obwohl das Medikament unerwünschte Neben- wirkungen hat und zur Abhängigkeit führen kann.
Als Ursache für die Unruhe dieser Kinder sieht Fr. Prekop sowohl nicht vollzogene Reifungsprozesse im Gehirn als auch emotionale Gründe.
Die biologischen Voraussetzungen für ein ruhig reifendes Gehirn sind heute durch den allgemeinen Bewegungsmangel in unserer Gesellschaft nicht mehr unbedingt gegeben. Körperliche Aktivitäten der Mutter während der Schwangerschaft sorgen für Hin und Her –bewegungen (schaukeln) , wodurch die Verbindungen zwischen den beiden Gehirnhälften ( Synapsen), die für das Konzentrations- vermögen sowie die Bewegungskoordination zuständig sind, hergestellt werden .
Bis zur genauen Abklärung der Ursache kann, so Fr. Prekop, das Medikament gegeben werden um den Kindern in der Schule das Durchhalten zu erleichtern, es sollte aber nicht als Lösung des Problems gesehen werden.
In ihrer Praxis schaut sie sich zunächst die Umstände an unter denen ein Kind lebt. Häufig leiden diese Kinder unter Spannungen in der Familie, z.B. wenn die Partnerschaft der Eltern belastet ist, die Eltern sich trennen oder Kinder nicht den ihnen zustehenden Platz in der Geschwisterfolge haben, dies betrifft vor allem die Erstgeborenen.
Ein weiteres Problem sieht Frau Prekop darin, "... dass in der heutigen Gesellschaft Störungen ausgeklammert werden als wenn sie nicht dazugehören. Für fast Alles gibt es Versicherungen."
Kinder brauchen aber die Familie als Quelle der Geborgenheit, auf die sie sich verlassen können., gerade dann, wenn es Probleme gibt, z.B, in der Schule . Insofern sieht sie AD(H)S auch als Konstrukt bzw. als Alibi für eine Störung in der Familie.
Kinder brauchen es, die Eltern als stark und verantwortlich zu erleben , um wirklich Kind sein zu können, sie brauchen einen Spielraum ohne Reizüberflutung um die Welt um sich herum in Ruhe erforschen zu können.