Liebe Klienten und Klientinnen, liebe Freunde der Hirsenmühle,
liebe interessierte Leser!
Mir liegt sehr daran, daß Ihr, KlientInnen, Ehemalige und Freunde der Hirsenmühle erfahrt, was hier nun jährlich während der fünf Sommermonate von Mai bis Ende September stattfinden wird, dass Ihr Euch ein Bild machen könnt und vielleicht selbst einmal teilnehmen wollt.
Der Begriff Achtsamkeit ist zentral für das „Ashram Jesu“. Er ist nicht neu. In östlichen und westlichen Klöstern und Meditationsformen taucht er auf, in ihm verbinden sich unterschiedlichsteTraditionen von Religionen, Heilweisen und spirituellen Ritualen. Der Name „Ashram Jesu“selbst ist beispielhaft dafür!
Zu diesem Thema fand ich im März- Heft von „Psychologie Heute“ einen Artikel über „Mindfulness-die besondere Medizin“, auf den ich Euch in diesem Zusammenhang hinweisen möchte.
Darin wird über ein therapeutisches Programm zur Anwendung der Achtsamkeit im Gesundheitswesen berichtet, das von Jon Kabat -Zinn, Professor für Medizin an der Uni von Massachusetts, zur Behandlung von Depressionen, chronischen Schmerzerkrankungen, Erschöpfung, psychosomatische Beschwerden (Herz,Magen-Darm etc.), Panik-und -Angststörungen, Schlafproblemen etc. entwickelt wurde. Die Methode ist als „Mindfulness Based Stress Reduction (MBSR) auch in Deutschland bekannt geworden und wissenschaftlich erforscht. Im Verlauf der Therapie konnten bei den Teilnehmern nachhaltige Veränderungen in ihrer inneren Einstellung zu ihren Beschwerden, bessere Selbstwahrnehmung und eine neue Sicht ihrer Beziehungen zu Anderen und zur Welt festgestellt werden.
Als „bahnbrechend“ gilt inzwischen das Therapieprogramm von Marsha Linehan, die das Prinzip der Achtsamkeit in der Behandlung von Borderlinestörungen einsetzt. „Achtsamkeit weist einen Weg, vielleicht den einzigen Weg aus dieser Einsamkeit.“ (Dr.Martin Bohus, Mannheimer Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, von Linehan ausgebildet).
Die Einübung in Achtsamkeit, das belegen die empirischen Studien, hilft, sich seines eigenen Potenzials zur Heilung bewusst zu werden, nicht nur im therapeutischen Setting, sondern Tag für Tag, in jedem Augenblick, „ beim Gehen, Stehen, Sitzen, beim Einkaufen, beim Essen.“ (PH, S.35). Die Wahrnehmung für den eigenen Körper, für den Fluß der Gedanken und Gefühle wird klarer, die Atmung bewusster, alte eingefleischte Gewohnheiten und Süchte werden unterbrochen. „Sich stärker den inneren Prozessen zuzuwenden, als passiv auf Hilfe von außen zu setzen, macht Menschen bewusster und freudvoller.“ (Psychologie Heute, Heft 3, S. 34-36).
Bertram Dickerhof über Achtsamkeit im Ashram Jesu:
Schweigend zusammen leben,
arbeiten, essen, meditieren und
bei allem Achtsamkeit üben
in einer allein liegenden Mühle am
Elbbach im Westerwald
zur Ruhe kommen, bei sich einkehren,
standhalten, sein lassen;
sich in der Gruppe äußern können,
mit Spiritualität befassen; auf biblische
und Texte anderer Religionen
hören; seinen Leib erspüren,
um weniger getrieben zu sein,
bei sich selber anzukommen, sich zu
stärken und zu zentrieren, seiner
göttlichen Würde inne zu werden.
Kontakt:
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